Stabilität und Leichtigkeit: meine erste Yogastunde

Heute habe ich meine erste Yogastunde gegeben... Also, meine erste öffentliche, an der nicht nur meine Freunde und Familie teil genommen haben. Ich habe einen Morgenkurs von meiner wunderbaren Yogalehrerin übernehmen dürfen, deswegen haben wir uns diese erste Stunde nach den Ferien geteilt. Sie hat begonnen mit dem Fokus auf die Stabilität und ich habe mit Leichtigkeit weiter geführt. Irgendwie ein passendes Thema für eine erste Stunde!







Der Kurs ist ein laaaaangsamer Hatha-Yogakurs mit einigen älteren Damen als Teilnehmer. Der Stundeninhalt ist also sehr reduziert - wobei Franziska eh einen sehr minimalistischen Yoga mit ganz viel Spüren und Ruhe praktiziert. 

Unter diesen Vorzeichen habe ich also die unterstütze Schulterbrücke als Leichtigkeitsübung gewählt. Die Schulterbrücke öffnet die Lenden- und die Brustwirbelsäule und dehnt die ganze Vorderseite des Körpers. Diese Öffnung nach vorn und oben kann noch unterstützt werden, in dem die Hände seitlich ausgestreckt werden und so eine empfangende Geste einnehmen. Dabei wachsen die Arme wie von selbst aus den Schultergelenken. Durch die Unterstützung am Kreuzbein mit einem Block, einem Kissen oder einer zusammen gerollten Decke gewinnt die Übung ungemein an Leichtigkeit und lässt sich lange halten. Sie wird so schon fast so einer Yin-Yoga-Übung. Der Fokus ist auf dem Kreuzbein, das auf dem Block aufliegt. Der Druckpunkt ist klar zu spüren und gibt so einen Impuls auf dieses wichtige Gelenk, das nicht nur die Kraft im Körper nach oben und unten überträgt sondern als zentraler Bereich des Beckengürtels auch eine Verbindung zu den Seiten hat. Dieser Ausgleich zwischen Stabilität/ Festigkeit und der gleichzeitigen Flexibilität macht das Kreuzbein zu einem wichtigen Punkt im Körper. 

Um noch mehr Leichtigkeit zu spüren, konnten die Teilnehmerinnen dann noch die Füße nach oben strecken - in eine unterstützte Kerze. Die Beine wachsen dabei aus den Hüften heraus und durch die Freigabe der Beine können diese wie von selbst die Bewegung ausführen. 

Nach den Ausgleichsübungen und einer fingerleichten Partnermassage, haben wir in der Endenspannung über die Worte Saadis: "Alles ist schwierig, bevor es leicht wird." meditiert. Wie wahr. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gib mir Stoff und kein Plastik: DIY-Vorratsbeutel statt Plastikdose ***nachhaltig leben***

Rituale - nicht nur wichtig in der Kinderyogastunde

Barfuß oder ohne Schuhe? Warum ich barfuß laufe ***nachhaltig leben***